Hallo,

erstmal möchte ich kurz etwas ausholen: Ich bin seit gut 10 Jahren essgestört und hatte es die letzten Jahre weitgehend im Griff. Das letzte halbe Jahr ist wieder sehr stark ausgeartet und auch eine Sportsucht hat sich entwickelt.
Ich nehme nur noch sehr gezielt, sprich einmal wöchentlich Nahrung zu mir und trinke auch nichts in den Fastentagen (auch kein Wasser). Sprich mein Körper bekommt nur einmal in der Woche 1x am Tag Essen sowie Flüssigkeit. Das es nicht gesund ist, ist mir durchaus bewusst, aber der Wunsch einfach komplett leer zu sein ist derzeit extrem stark.

Habe jetzt natürlich auch einiges abgenommen in den letzten Monaten und bin nun im UG. Sehe ein das es so auf Dauer nicht weiter gehen kann und habe mich auch schon in einer Klinik angemeldet. Leider sind die Wartezeiten doch etwas länger und so muss ich wohl noch eine Weile "so leben".

In den letzten 3 Wochen kam es nun leider schon 2 mal vor, dass ich ins KH musste weil mein Körper bzw. meine Nieren nicht sehr erfreut waren. Und gerade beim letzten Mal, meinte der Arzt das ein Organversagen quasi vorprogrammiert ist, wenn ich nicht schleunigst besser auf mich achte.
Das hat mir schon etwas Angst gemacht, zwar ist der Drang Leer zu sein extrem, aber irgendwie habe ich auch Ängste. Nun habe ich mir fest vorgenommen zumindest ein klein wenig besser für mich zu sorgen. Ich merke ja selber, dass langsam der Speicher mehr als leer ist und mein Körper nicht mehr kann...

Aber wie soll ich mit den sch.... Gedanken umgehen? Ich komme mir so verlogen vor mich als essgestört oder so zu bezeichnen, allein schon wenn ich daran denke öfter zu Essen und/oder trinken. Der Gedanke daran reicht schon, damit ich das Gefühl habe, hey du bist echt fett und du versaust dir gerade alles. Ich muss es nicht mal umsetzen, schon hat sich meine ganze Ansicht zu dem Thema gewandelt und ich fühl mich so gar nicht mehr "Recovery" bedürftig. Was will ich denn, wenn ich jetzt ja eh so viel esse (obwohl ich nur den Gedanken daran gefasst habe), sowas wie du, nennt man doch nicht Magersüchtig... usw.
Ich komme mit den Gedanken echt nicht klar, ich würde dann viel lieber nur noch mehr Sport machen und noch weniger essen. Alles noch extremer und noch krasser, weil ich ja jetzt schon "soweit bin" das ich ernsthaft daran denke, mehr zu essen und so....

Das ist so ein Bullshit, genauso wie es bescheuert ist jeden Tag Sport zu machen, wenn man nur einmal die Woche etwas zu sich nimmt. Immer mehr wollen, nie ist es genug, menno....

Ich dachte mir ich versuch es jetzt mal damit das ich ein 2. Mal in der Woche esse bzw. zumindest versuche zu trinken. Komme mir so schlecht vor bei dem Gedanken...
Zumindest diese Woche wäre das halt das Ziel, und auch das ich den Sport nicht so ausarten lasse (also nicht mehr als 1h am Tag).

Ist es legitim, als "Magersüchtige" mal eine Woche quasi "aufzufüllen" ? Habt ihr das auch gemacht, also versucht alleine zu "recovern"? Darf/Kann ich das tun?
(Das es mir dabei scheiße geht und ich wohl so gar nicht damit klar komm, damit muss ich wohl irgendwie versuchen zu leben... Allein der Gedanke versetzt mich in Stress und Panik, aber ich möchte irgendwie auch mal meinem Körper etwas gutes tun. Obwohl das ja relativ ist, weil es rein theoretisch nur ein Tropfen am heißen Stein ist wenn ich es jetzt schaffe einmal öfter zu essen.... egal)

Komm mir so bescheuert vor... sorry